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Ausbildung

Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Auf der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb?

Deutschlandweit existieren fast 1.000 Betriebe, die im Beruf Pferdewirt ausbilden. Sie sorgen dafür, dass der Pferdewirt-Nachwuchs in der normalerweise dreijährigen Ausbildung das richtige Rüstzeug erhält, um seinen Beruf später kompetent und korrekt auszuführen.
Die „Zuständigen Stellen“ (meist Landwirtschaftskammern oder Ministerien) geben außerdem Auskunft über die anerkannten Betriebe in ihrem Bundesland. Alle zwei Monate werden ausgesuchte Betriebe in unserer Vereinszeitschrift St. GEORG vorgestellt. Dies ermöglicht es, eine Auswahl guter Ausbildungsbetriebe vorzustellen und die Suche nach einem geeigneten Betrieb zu erleichtern. Die Liste der Betriebe finden Sie unten auf der Seite. Dort finden Sie außerdem die ausgezeichneten „Ausbildungsbetriebe des Jahres“ aus den Jahren 2017 bis 2022 und die deutschen Landgestüte als Ausbildungsbetriebe.

Die Bundesvereinigung für Berufsreiter möchte ein Zeichen setzen für gute und kompetente Ausbildung und damit Ausbildungsengagement sichtbar machen.
Folgende Kriterien werden berücksichtigt, bevor ein Betrieb vorgestellt wird:

• Zeichnet sich der Betrieb aus durch qualifizierte Ausbildung?
• Investiert der Pferdewirtschaftsmeister viel Zeit, Geduld, Erfahrung und Herzblut, damit der berufliche Nachwuchs auf sicheren Füßen steht?
• Strukturiert der Betrieb die Pferdewirt-Ausbildung vorbildlich und schafft er gute Ausbildungs-Bedingungen?

Ausbildungsbetriebe stellen sich vor

Hof Viervitz

Auf der schönen Ostseeinsel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern findet man den Hof Viervitz – und dort ganz viel Vielfalt. Der Hof bietet ein Zuhause für Basissportler, für Menschen mit Behinderung und für Pferde mit besonderen Bedürfnissen.

Vormittags ist die Reithalle belegt mit Schulprojekten, Kindergartenkindern und Einheiten für Menschen mit Behinderung. Nachmittags finden Vereinsreitstunden teilweise mit Inklusionsschwerpunkt statt. Außerdem ist der Betrieb eine dezentrale Ausbildungsstelle für viele Lehrgänge bis zur Trainerausbildung.

Die rund 50 Schulpferde, vom Shetlandpony bis zu L-ausgebildeten Pferden, leben in Offenstallhaltung. Unter ihnen sind (halb)blinde Pferde, Pferde mit Atemwegsproblemen und Pferde, die keiner mehr wollte. Einen Pensionsbetrieb gibt es nicht.

Pferdewirtschaftsmeisterin Martina Hermann betreibt den Hof mit drei ihrer sieben Kinder, mit Sohn Alexander (zuständig für die Landwirtschaft) und den Töchtern Lea (Pferdewirtin) und Melina (Studentin). Martina Hermann hat sich in den Bereichen Fahren, Reiten und Voltigieren, Kinder und Jugendarbeit, integrative Bewegungstherapie, Reitsport für Menschen mit Behinderung und Reiten als Gesundheitssport fortgebildet.

Auf Hof Viervitz können zwei Auszubildende Pferdewirte in der Fachrichtung Pferdehaltung und Service ihre Ausbildung absolvieren. Zu ihren Aufgaben gehören das Versorgen und Korrekturreiten der Schulpferde, im Reitunterricht unterstützen und das Gesundheitsmanagement der Pferde. „Die Auszubildenden sollen sich in ihrer Ausbildung persönlich entwickeln, Selbstständigkeit sowie eigenständiges Denken und Handeln erlangen“, betont Martina Hermann. „Sie sollen Respekt entwickeln und offen sein, vor allem gegenüber den behinderten Menschen und allen Pferden. Bei uns hat jedes Pferd denselben Stellenwert. Die Azubis lernen hinzuspüren, wie es den Pferden geht. Unser Schulbetrieb hat sein eigenes Profil – und das prägt die Ausbildung.“

www.reiten-viervitz.de

Reitstall Pavel

Rund 180 Pferde, fünf Pferdewirtschaftsmeisterinnen und -meister, Motivation bei 150 Prozent: Wer im Reitstall Pavel im hessischen Calden seine Pferdewirt-Ausbildung absolviert, hat ein junges, sehr engagiertes Team um sich herum und kann in einem großen, vielfältigen und modernen Betrieb lernen.

Gelehrt werden die Fachrichtungen Klassische Reitausbildung sowie Pferdehaltung und Service. Aktuell sind vier Auszubildende Pferdewirte in dem Betrieb, der drei Reithallen, einen Longierzirkel, drei Außenplätze, vier Aktivställe, Boxen und Weiden sowie ein weitläufiges Gelände umfasst. Die vier Hauptsäulen des Betriebs sind eine Reitschule, Pferdepension mit Rund-um-Service und tiergestützte Pädagogik.

Die Auszubildenden lernen in allen Bereichen. Vormittags kümmern sie sich um die Pferde, reiten, bilden die Kunden- und die Schulpferde aus und bekommen Unterricht. Dabei sind sie rundum betreut vom Betriebsleiter Philipp Pavel. Er übernimmt auch den Springunterricht. Seine Eltern und die beiden angestellten Meisterinnen in Vollzeit sind verantwortlich für den Dressurunterricht und seine Frau Christina Pavel ist Expertin für die pädagogischen und strukturellen Bereiche der Unterrichtserteilung von Kindern, Jugendlichen und der tiergestützten Pädagogik. Nachmittags setzen die Azubis das um, was sie vormittags gelernt haben: Sie sind in der Reitschule als Reitlehrer/in oder Co-Trainer/in im Einsatz.

„Meine Azubis sind handverlesen nach Motivation und Einsatzbereitschaft: Ich möchte nur Leute, die sich von Anfang an für unsere Werte und unsere Arbeitsweise begeistern können“, betont Pferdewirtschaftsmeister Philipp Pavel. „Wir schaffen für unsere Auszubildenden ein geregeltes Lernumfeld mit erfahrenen Lehrpferden, Optionen auf Reitlehrgänge, individuelle Fortbildungen und Turnierteilnahmen und führen einen kollegialen Umgang auf Augenhöhe. Dafür erwarte ich von den Azubis in ihrer Ausbildungszeit 150 Prozent Lernbereitschaft. Es muss ihnen bewusst sein, dass die Lehrzeit keine Zeit ist, in der sie für den Betrieb arbeiten, sondern Lehrjahre, in denen sie Wissen für ihre eigene Zukunft anschaffen. Sie zu selbständigen und fähigen Menschen zu entwickeln, die einen Betrieb bereichern, ist unser gemeinsames Ziel.

Dabei möchte ich ihnen eine gewisse Art zu denken mitgeben. Ein ganzheitliches Denken, das alles umfasst: Das Versorgen des Pferdes von A bis Z, das Gestalten der Pferdeausbildung und das Unterrichten. Ich möchte, dass sie verstehen und nicht nur aufnehmen. Sie sollen verstehen, was es bedeutet, mit einem Lebewesen zu arbeiten.“

www.reitstall-pavel.de

 

Gestüt Ligges

Von einem modernen, breit aufgestellten Betrieb profitierten angehende Pferdewirtinnen und Pferdewirte, die ihre Ausbildung auf dem Gestüt Ligges absolvieren. Die 60 Hektar große Anlage liegt im Herzen des Münsterlandes vor den Toren der Stadt Münster und bietet Platz für rund 120 Pferde: Zuchtstuten Fohlen, Jährlinge, Remonten, Nachwuchstalente und die Deckhengste, die auf der EU-Besamungsstation stehen. Die Zuchtstuten sind in einer luftigen Halle mit großräumigen Abfohlboxen mit Chip-Überwachung untergebracht. Das Gestüt Ligges ist außerdem ein Ausbildungsbetrieb und hat einige Pensionsboxen. Es gibt eine 20 mal 60 Meter große Reithalle, eine Longierhalle, eine Freilauf-Führanlage, einen weitläufigen Außenplatz und Ausreitgelände für abwechslungsreiches Training. Viele Aufgaben rund um die Stallarbeit sind automatisiert wie die Fütterung und das Einstreuen. Gefüttert wird u.a. selbst angebauter Hafer und selbst erzeugte Gras-Silage in Bio-Qualität.

Zwei Pferdewirtschaftsmeister bilden vier Auszubildende Pferdewirte der Fachrichtungen Klassische Reitausbildung, Pferdezucht sowie Pferdehaltung und Service aus. In der Fachrichtung Klassische Reitausbildung kümmern sich die Azubis um Stallaufgaben, den Reitbetrieb, das Anreiten, das Training und die Turniervorstellung. Die Azubis Pferdezucht sind auf der Besamungsstation und im Hengststall im Einsatz, kümmern sich um das Abfohlen und die Aufzucht. Sie reiten auch und sind in die Ausbildung und Vorbereitung junger Hengste auf die Körung eingebunden. In der Fachrichtung Pferdehaltung und Service arbeiten die Azubis im Reitbetrieb und sind für die Stallarbeit verantwortlich. Sie kümmern sich um die Vorbereitung und die Pflege der Pferde genauso wie um das Management und die Ausbildung der Pferde.

„Das Wichtigste für uns ist, dass die Auszubildenden in allen Fachrichtungen Horsemanship lernen und mitnehmen. Sie sollen den pferdegerechten Umgang lernen, dass das Pferd ein eigenes Lebewesen ist und dass sie das Wohlergehen des Pferdes vorn anstellen“, betont Pferdewirtschaftsmeister und Betriebsleiter Kai Ligges. „Im Sattel wollen wir ihnen das feine Reiten mitgeben, die Ausbildung nach klassischen Grundsätzen. Das wird immer wichtiger.“

www.gestuetligges.com

 

Reitsportpark Dallgow

„Pferd kann man lernen“ – das ist das Grundprinzip, nach dem im Reitsportpark Dallgow in Brandenburg angehende Pferdewirtinnen und Pferdewirte ausgebildet werden. Vorausgesetzt man bringt Gefühl, Geschick und Verständnis für den Umgang mit Pferden mit und sitzt bereits fest im Sattel (A Niveau).

Im Reitsportpark Dallgow stehen rund 110 Pferde, es gibt unterschiedliche Stallkonzepte (u.a. auch Eigenversorger),  drei Reithallen, fünf Außenplätze, eine Führanlage, Paddocks, Weiden und vielseitige Trainingsmöglichkeiten. Übers Jahr verteilt finden drei bis sechs Turniere und Lehrgänge statt. Es gibt einen Ausbildungsplatz für die Fachrichtung Klassische Reitausbildung oder Pferdehaltung und Service. Zu den wesentlichen Aufgaben des Azubis gehören die Stallarbeiten, die Pferdepflege, Fütterung, das Longieren, Arbeiten und Trainieren der Pferde in Dressur, Springen und Vielseitigkeit, Unterrichten, das Akquirieren von Kunden und die Turniervorstellung. Außerdem sind die Auszubildenden eingebunden in die Turnier- und Lehrgangsorganisation.

„Bei unseren Azubis ist uns das selbstständige, verantwortliche Arbeiten mit den Pferden wichtig. Sie sollen lernen, dass das Wohl des Pferdes an erster Stelle steht und dass sie ein Gespür dafür bekommen, ob es dem Pferd gut geht oder nicht“, betont die Geschäftsführerin des Reitsportparks, Bettina Appel. „Sie eignen sich Kompetenzen an im Versorgen und Verpflegen der Pferde und in der Kundenakquise. Und sie lernen, Ideen zu entwickeln, wie Pferde ausgebildet werden müssen.“

www.reitsportpark-dallgow.de

 

Gestüt Birkhof

Bericht über das Gestüt Birkhof im St. Georg 01/2025

Betrieb Winkler

Bericht über Betrieb Winkler im St. Georg 11/2024

Gut Drebsdorf

Bericht über Gut Drebsdorf im St. Georg 08/2024

Hof Etzer Heide

Bericht über den Hof Etzer Heide mit Ausbilder Felix Kneese im St. Georg 07/2024

Betrieb Heckel

Bericht über den Betrieb Heckel im St. Georg 05/2024

Betrieb van Loon

Bericht über den Betrieb van Loon im St. Georg 03/2024

Betrieb Eidam

Bericht über den Betrieb Eidam im St. Georg 01/2024

Gestüt Federath

Bericht über das Gestüt Federath im St. Georg 11/2023

Gestüt Nordvorpommern

Bericht über das Gestüt Nordvorpommern im St. Georg 09/2023

Burghof Brodhecker

Bericht über den Burghof Brodhecker im St. Georg 07/2023

Betrieb Marschalk-Pecksen

Bericht über den Betrieb Marschalk-Pecksen im St. Georg 05/2023

Eichhof Akademie in Schenkenhorst - Ausbilderin Pia Annina Gerullis

Bericht über die Eichhof Akademie mit Ausbilderin Pia Annina Gerullis im St. Georg 02/2023

Gestüt Birkenhof - Ausbilder Wolf-Dieter Böttcher

Bericht über das Gestüt Birkhof mit Wolf-Dieter Böttcher im St. Georg 01/2023

Die deutschen Landgestüte als Ausbildungsbetriebe

Die 10 deutschen Landgestüte

Die zehn Deutschen Landgestüte stehen für hervorragende Pferdezucht aber auch für qualitätvolle und vielseitige Ausbildung im Beruf Pferdewirt. Die Seite der Gestüte finden Sie HIER

Haupt- und Landgestüt Marbach und Bayerisches Haupt- und Landgestüt Schwaiganger

Die Serie – Teil 1 – des St. Georgs berichtet über das Landgestüt in Marbach und in Schwaiganger. Den gesamten Artikel finden Sie HIER

NRW-Landgestüt in Warendorf und Niedersächsisches Landgestüt Celle

Die Serie – Teil 2 – des St. Georgs berichtet über das Landgestüt in Warendorf und in Celle. Den gesamten Artikel finden Sie HIER

Landgestüt Moritzburg und Hauptgestüt Graditz sowie Landgestüt Redefin

Die Serie – Teil 3 – des St. Georgs berichtet über das Landgestüt in Moritzburg, Graditz und in Redefin. Den gesamten Artikel finden Sie HIER

Haupt- und Landgestüt Neustadt (Dosse) und das Landgestüt Dillenburg

Die Serie – Teil 4 – des St. Georgs berichtet über das Landgestüt in Neustadt (Dosse) und in Dillenburg. Den gesamten Artikel finden Sie HIER

Ausbildungsbetrieb des Jahres 2017-2022

2022 - Hofgut Liederbach

Bericht über das Hofgut Liederbach im St. Georg. Hier finden Sie die Homepage des Betriebs: HIER

Weitere Finalisten sind der Backhausenhof mit Ausbilderin Jana Hansen und das Gut Staffelde mit Ausbilderin Bettina Lechtermann .

2020 - Betriebe Fabian Scholz & Dirk Schaal

Bericht über den Betrieb Fabian Scholz im St. Georg. Hier finden Sie die Homepage des Betriebs: HIER

Bericht über den Betrieb Dirk Schaal im St. Georg. Hier finden Sie die Homepage des Betriebs: HIER

Finalistin war außerdem das Gestüt Leckebusch mit Petra Roth-Leckebusch.

2019 - Leuchtfeuerhof / Jacqueline Orth

Bericht über den Leuchtfeuerhof mit Ausbilderin Jacqueline Orth. Hier finden Sie die Homepage des Betriebes: HIER

Weitere Finalisten waren das Gestüt Woldsee mit Ausbildern Sandra Tietjen und der Betrieb Pavel.

2018 - Betrieb Philipp Worch

Bericht über den Betrieb Philipp Worch im St. Georg. Hier finden Sie die Homepage des Betriebes: HIER

Weitere Finalisten sind der Betrieb Pavel (siehe 2019) und der Betrieb Conny Hoffmeister.

2017 - Kinderreitsportzentrum Ulrike Mohr

Bericht über das Kinderreitsportzentrum Ulrike Mohr im St. Georg

Bericht über die Auszeichnung des Ausbildungsbetrieb des Jahres im Rahmen des Bundesberufsreitertages