Er ist stabiler als es aus der Ferne den Anschein macht: Der Nasenriemen-Messkeil des Weltdachverbands (FEI). Mit diesem „FEI measuring device“ aus festem Kunststoff soll seit dem 1. Mai die Weite von Nasenriemen bei allen internationalen Veranstaltungen von den FEI-Stewards kontrolliert werden. Das normierte Kontrollwerkzeug ist 11,5 Zentimeter lang, 3 Zentimeter breit und an der höchsten Stelle 1,7 Zentimeter dick. Der Nasenriemen muss so angepasst sein, dass das FEI-Messgerät unter den Nasenriemen über dem Nasenbein eingeführt und von oben nach unten hindurchgezogen werden kann. Falls das Messgerät nicht problemlos hindurchpasst, gilt der Nasenriemen als zu eng.
Disqualifikation und Verwarnung
Falls die Kontrolle vor dem Wettkampf erfolgt, weist der FEI-Steward die betreuende Person an, den Nasenriemen anzupassen. Nach der Anpassung wird die Kontrolle wiederholt. Falls der Nasenriemen weiterhin zu eng ist, muss er weiter gelockert werden, bis die Kontrolle erfolgreich bestanden wird. Wenn die betreuende Person sich weigert oder nicht in der Lage ist, den Nasenriemen so anzupassen, dass das Messgerät problemlos hindurchgeführt werden kann, dürfen Reiter und Pferd nicht abreiten oder am Wettkampf teilnehmen. Kontrolliert der Steward das Pferd nach dem Wettkampf und kann das Messgerät nicht problemlos hindurchführen, sind Pferd und Reiter vom betreffenden Wettkampf disqualifiziert, und die Reiterin/der Reiter erhält eine Gelbe Verwarnungskarte.
Messkeil-Einsatz auf den Bundeschampionaten
Vorgeschrieben ist der Messkeil bisher nur im FEI-Reglement, also auf internationalen Turnieren. Nichtsdestotrotz kam er auch bei den Al Shira’aa Bundeschampionaten dieses Jahr zum Einsatz. Dort durfte neben dem Stewart auch die Betreuerin/Trainerin oder der Betreuer/Trainer den Keil durchschieben, um beim Pferd keinen unnötigen Stress zu erzeugen.
So wird die Kontrolle durchgeführt:
Hier gibt es das Messgerät zu kaufen.
Foto: FEI

