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Über die BBR

Unter dem Motto ‚Dem Pferde verpflichtet – dem Sport verbunden' setzt sich der Verband für die Anliegen der Berufsreiter ein – sowohl im Hinblick auf Ausbildung und Fortbildung als auch Arbeitsbedingungen und Unterstützung in Not geratener Berufsreiter. Er entstand 1950 u.a. aus dem 1947 gegründeten Fachverband der Hamburger Reitlehrer, Bereiter und Pferdepfleger e.V. Die meisten Mitglieder, zunächst im Raum Hamburg, waren Angehörige ehemaliger berittener Einheiten, denen es in erster Linie darum ging, die Berufsreiter in den schwierigen Aufbaujahren nach dem Krieg zusammen zu bringen und einen Zusammenhalt zu erreichen.

Vor dem 2. Weltkrieg war die Reitausbildung bzw. der Reitsport als Beruf, weitgehend von Angehörigen oder ehemaligen Angehörigen berittener Truppenteile ausgeübt worden. Für eine Reitausbildung außerhalb des Militärs sorgten zu damaliger Zeit im Wesentlichen die ländlichen Reit- und Fahrvereine. Darüber hinaus gab es zu damaliger Zeit ca. zehn bis zwölf Reit- und Fahrschulen, zu denen u.a. Verden, Hoya, Münster oder Wickrath gehörten. Sie unterstanden dem ‚Reichskuratorium für deutsche Reit- und Fahrschulen‘ in Berlin. An den, in der Regel, sechswöchigen Lehrgängen nahmen fast ausnahmslos junge Leute aus der Landwirtschaft teil, für die das Pferd zu damaliger Zeit noch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor war. Als Abschluss der Lehrgänge waren jeweils die Prüfungen zum Hilfsreit- bzw. Hilfsfahrlehrer.

Das Prüfungswesen war vom ‚Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten‘ in Berlin in einer ‚Prüfungsordnung für Reit- und Fahrwesen‘ von 1926 bzw. 1930 sorgfältig geregelt. Die ersten staatlichen Reitlehrerprüfungen nach dem Krieg in Hoya und Münster wurden noch nach dieser Prüfungsordnung von Mitgliedern des Berufsreiterverbandes durchgeführt. Erst ab 1970 unterlag die die Organisation und Aufsicht aller Reitlehrerprüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz von 1969 staatlichen Stellen.

Bereits 1956 entwickelten die Mitglieder des Berufsreiterverbandes Prüfungsbestimmungen für Bereiter – einen Beruf, den es zuvor noch nicht gab. Gleich in diesem Jahr absolvierten die ersten neun Kandidaten in Münster diese Prüfung. 1957 entwickelten die Mitglieder des Berufsreiterverbandes, der mittlerweile als selbständiger Verband dem D.R.F.V angeschlossen war, dann die erste Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Bereiter-Prüfungen im Bundesgebiet. Die erste ‚Ausbildungs- Prüfungsordnung (APO)‘ trat 1962 in Kraft.

Bis heute vertritt der Verband die Interessen der fünf Fachrichtungen im Beruf Pferdewirt/Pferdewirtin gegenüber Ämtern, Behörden und Verbänden, und organisiert für einen guten Zusammenhalt der Mitglieder Championate und Mitgliedertreffen für Berufsreiter auf Länder- und Regional- und Bundesebene.

Autorin: Elke Stamm

Vorsitzende der BBR

  • 1950 - 1954 Herr Bernhard Weber †
  • 1954 - 1968 Herr Reitmeister Hans Niemann †
  • 1968 - 1980 Herr Horst von Trotha †
  • 1980 - 1993 Herr Klaus Erbslöh †
  • 1993 - 2002 Herr Reitmeister Günther Festerling †
  • 2002 - 2008 Herr Hans-Georg Gerlach
  • 2008 - dato Herr Burkhard Jung

Geschäftsführer der BBR

  • 1980 - 1992 Herr Klaus Erbslöh, Bad Iburg †
  • 1992 - 2001 Herr Ludwig Kühne, Füchtorf
  • 2001 - 2010 Frau Hildegard Gehrmann (geb. Vogel), Telgte
  • 2011 - dato Frau Carolin Lux, Versmold