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Das war ein spannendes Finale beim Süddeutschen Berufsreiterchampionat im Rahmen des Dressurfestivals in Marbach. Den Titel sicherte sich Fanny Markström, die den 16-jährigen Wallach Zagazig mit nach Marbach gebracht hatte. Sie darf sich ab sofort Süddeutsche Berufsreiterchampionesse 2026 nennen.

Erst Springen, jetzt Dressur

Die 30-jährige Schwedin, die heute in Bayern lebt und für den RFV Altötting-Mühldorf startet, schrieb damit ein ganz persönliches Kapitel Reitsportgeschichte. Zunächst galt ihre Leidenschaft dem Springen. Mit 19 Jahren kaufte Markström den damals vierjährigen Wallach Zagazig. Weil der Sohn des Zuidenwind aus einer auf Brilliant zurückgehenden Mutterlinie deutlich dressurbetont gezogen war, schlug das Paar einen neuen Weg ein: vom Springen in die Dressur. Nach dem Abitur landete sie bei Familie Gossner in Mühldorf, die dort einen kleinen Vielseitigkeitsstall betreibt. Dressur trainierte sie bei Ratna Wortmann – und aus dem geplanten kurzen Deutschlandaufenthalt wurden eine dreijährige Ausbildung zur Pferdewirtin bei Ratna Wortmann, bei der sie im Anschluss noch zwei Jahre Berufserfahrung sammeln durfte. Seit zwei Jahren arbeitet sie beim Gestüt Schorer.

Für Markström war der Pferdewechsel in Marbach eine Premiere. „Es war sehr interessant, weil ich so etwas noch nie gemacht habe“, erzählt die neue Championesse. „Es hat Spaß gemacht. Ich würde es gerne wieder machen.“ Die Vorbereitung auf diese besondere Herausforderung war entsprechend intensiv. Am Vorabend schaute Markström bei ClipMyHorse die Ritte ihrer Mitfinalisten an. Die Finalisten tauschten sich untereinander aus, gaben sich kleine Tipps. Konkurrenz und Kollegialität gingen dabei Hand in Hand. Zagazig hat Markström auf ihrem gesamten Weg begleitet. Von Jungpferdeprüfungen in Schweden bis zum Grand Prix in Deutschland und nun bis zum Titel der Süddeutschen Berufsreiterchampionesse.

Landbeschäler bestes Finalpferd

Silber ging an die Österreicherin Sarah Viktoria Pürmaier (Ben Benito) vom RFV Ehestetten vor Lukas Maier vom Haupt- und Landgestüt Marbach, der sein „Meisterprojektpferd“ Vermeer unter dem Sattel hatte.

Auch in der Pferdewertung ging es eng zu. Landbeschäler Vermeer gewann mit 68,349 Prozent und wurde zum besten Pferd des Finales gekürt. Zagazig kam auf 68,262 Prozent, Ben Benito auf 67,742 Prozent.

Foto: Dressurfestival Marbach