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Auf der schönen Ostseeinsel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern findet man den Hof Viervitz – und dort ganz viel Vielfalt. Der Hof bietet ein Zuhause für Basissportler, für Menschen mit Behinderung und für Pferde mit besonderen Bedürfnissen.

Vormittags ist die Reithalle belegt mit Schulprojekten, Kindergartenkindern und Einheiten für Menschen mit Behinderung. Nachmittags finden Vereinsreitstunden teilweise mit Inklusionsschwerpunkt statt. Außerdem ist der Betrieb eine dezentrale Ausbildungsstelle für viele Lehrgänge bis zur Trainerausbildung.

Die rund 50 Schulpferde, vom Shetlandpony bis zu L-ausgebildeten Pferden, leben in Offenstallhaltung. Unter ihnen sind (halb)blinde Pferde, Pferde mit Atemwegsproblemen und Pferde, die keiner mehr wollte. Einen Pensionsbetrieb gibt es nicht.

Offen sein für alle Pferde und Menschen

Pferdewirtschaftsmeisterin Martina Hermann betreibt den Hof mit drei ihrer sieben Kinder, mit Sohn Alexander (zuständig für die Landwirtschaft) und den Töchtern Lea (Pferdewirtin) und Melina (Studentin). Martina Hermann hat sich in den Bereichen Fahren, Reiten und Voltigieren, Kinder und Jugendarbeit, integrative Bewegungstherapie, Reitsport für Menschen mit Behinderung und Reiten als Gesundheitssport fortgebildet.

Auf Hof Viervitz können zwei Auszubildende Pferdewirte in der Fachrichtung Pferdehaltung und Service ihre Ausbildung absolvieren. Zu ihren Aufgaben gehören das Versorgen und Korrekturreiten der Schulpferde, im Reitunterricht unterstützen und das Gesundheitsmanagement der Pferde. „Die Auszubildenden sollen sich in ihrer Ausbildung persönlich entwickeln, Selbstständigkeit sowie eigenständiges Denken und Handeln erlangen“, betont Martina Hermann. „Sie sollen Respekt entwickeln und offen sein, vor allem gegenüber den behinderten Menschen und allen Pferden. Bei uns hat jedes Pferd denselben Stellenwert. Die Azubis lernen hinzuspüren, wie es den Pferden geht. Unser Schulbetrieb hat sein eigenes Profil – und das prägt die Ausbildung.“

www.reiten-viervitz.de