Wie kann es der Amateurreiterin und dem Amateurreiter gelingen, ihre Pferde auch im Winter abwechslungsreich zu trainieren? Welche Voraussetzungen sind dafür nötig? Passend zur winterlichen Jahreszeit ging es unter anderem darum bei dem Ausbildungsabend Anfang Januar. Zu dem sich Reiterinnen und Reiter sowie Amateur- und Berufsausbilderinnen und -ausbilder bei winterlicher Wetterlage und schwieriger Straßenverhältnisse im Hotel zur Rennbahn in Drage-Stove trafen. Überschrieben war der Abend mit dem Thema „Die vielseitige Grundausbildung – abwechslungsreich und pferdegerecht“. Veranstalter waren der Fahrsportverein Winsen/Luhe u.U. e.V. und die Bundesvereinigung der Berufsreiter.
Praktische Beispiele
Pferdewirtschaftsmeisterin Katrin Eschenhorst erläuterte Zusammenhänge der Bewegungslehre. Sie demonstrierte mit Videos und praktischen Übungen, wie Sitz und Einwirkung des Reiters verbessert werden können. Hendrik Gäbel erklärte, wie wichtig der Grundstein der Skala der Ausbildung für die Gesunderhaltung des Pferdes ist, und Horst Rimkus als erfahrener Springtrainer gab Beispiele dafür, mit welchem Hindernisaufbau Kraft und Beweglichkeit beim Pferd verbessert werden können. Zum Abschluss präsentierte Physiotherapeutin Nele Lubina die Daten ihrer sportwissenschaftlichen Masterarbeit zur Entwicklung von Bundeskaderreitern in den Altersklassen U18 bis U21.
Horst Rimkus betonte am Ende noch einmal, wie entscheidend es ist, Ausbildung und Training stets im Sinne des Pferdes zu gestalten und dabei nach außen transparent zu bleiben: „Alles, was wir in der Arbeit mit Pferden tun, auch in schwierigen Situationen, müssen wir jedem Interessierten, auch dem Laien, erklären können.“
Auch die Gäste brachten sich aktiv ein. Es kam zu regen Diskussionen Referenten und Gästen hat der Abend so viel Spaß gemacht, dass eine Wiederholung angedacht ist.
Thassilo von Loesch
