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Auch in diesem Jahr trafen sich viele Schüler und Freunde des Reitinstituts im „Reithaus Egon von Neindorff“, wie die Reithalle 2016 von der Stadt Karlsruhe benannt wurde. Abwechslungsreiche Schaubilder und Adventsmusik bescherten eine besinnliche Atmosphäre und einen festlichen Rahmen für die im Anschluss stattfindende Ehrung des Pferdewirtschaftsmeisters Armin Dietrich.

Axel Schmidt zeichnete seinen Kollegen und Freund Armin Dietrich mit dem silbernen Verdienstabzeichen aus. Die BBR möchte damit den langjährigen Einsatz des Pferdewirtschaftsmeisters Armin Dietrich für die Reiterei nach den klassischen Grundsätzen würdigen. Dietrich ist seit 2001 mit dem Reitinstitut von Neindorff verbunden und seit 2003 für Egon von Neindorff bis zu dessen Tod und danach für die Stiftung tätig.

Als Lehrer vermittelt Armin Dietrich konsequent und kompromisslos die Grundsätze der klassischen Lehre, wie sie von Neindorff vertreten und vorgelebt hat. Alle öffentlichen Präsentationen der Egon von Neindorff Stiftung, dazu gehören die Morgenarbeiten, Impressionen klassischer Dressur und eben diese traditionellen Weihnachtsfeiern werden durch ihn moderiert, womit er auf begeisternde Weise das Neindorff´sche Gedankengut vermittelt und lebendig hält.

Neben der unermüdlichen Unterrichtstätigkeit ist seiner Umsicht als betriebswirtschaftlicher Leiter das Überleben des Reitinstituts der von Neindorff – Stiftung zu verdanken.

In seiner Dankesrede an Axel Schmidt, den Stiftungsvorstand, den Stiftungsrat und an den Verein klassischer Reitkunst nach Egon von Neindorff würdigte Dietrich, dass ihm ermöglicht wurde, sich seit 15 Jahren für die Zielsetzungen Egon von Neindorffs am Reitinstitut einzusetzen zu dürfen.

Er führte aus, dass für ihn der Pferdewirtschaftsmeister einer der schönsten Berufe darstellt. Er habe und hatte immer die Möglichkeit, den Pferden im Rahmen der Fürsorge und besonders ihrer Ausbildung ganz nahe zu kommen. Er spricht dabei nicht nur von einer körperlichen, sondern auch von einer inneren geistigen Nähe. Er habe manchmal die Chance, Einlass in die Welt der Pferde zu bekommen, was er als das Größte auf der Welt empfindet.

Auf dem Weg seines beruflichen Werdeganges sei er verschiedenen Persönlichkeiten begegnet, die ihn ausbildungsmäßig auf den richtigen Weg geführt und damit geprägt haben. Dazu gehörten: Martin Zorn, Kurd Albrecht von Ziegner, besonders Paul Stecken, Egon von Neindorff und Michael Putz, der als einziger noch am Leben ist. Dietrich bedankte sich bei ihnen dafür, dass er bei diesen Vorbildern Aus- und Fortbildung erhalten durfte.

Nach seiner Meisterprüfung an der Westfälischen Reit- und Fahrschule unter der Leitung von Herrn Michael Putz leitete er dessen Reitstall in Erlangen. Hier lernte er seine spätere Ehefrau kennen. Sie vermittelte ihm den Kontakt zu Egon von Neindorff. Betrachtet man Dietrichs beruflichen Weg, so wäre er ohne Michael Putz niemals in Karlsruhe angekommen.

Hierfür spricht er diesem seinen besonderen Dank aus.

Dietrich sieht seinen Lehrauftrag als eine der Hauptaufgaben des Berufsreiters. Dem Schüler, unabhängig von dessen potentiellen reiterlichen Fähigkeiten, die richtige Einstellung zum Geschöpf Pferd zu vermitteln, ist für ihn eine der wichtigsten Aufgaben.

Zum Thema Pferdeausbildung habe er gelernt und später in den vielen Jahren der Praxis erfahren, wie pferdegerecht unsere klassische deutsche Reitlehre ist. Wird das Pferd nach diesen Regeln behandelt, nimmt es dieses Reiten sofort gern an. So ist auch Paul Steckens Ausspruch „Richtig Reiten reicht!“ zu verstehen.

Wir müssen die Pferde so reiten, dass man sehen und fühlen kann: Dieses Pferd fühlt sich wohl und geht gern unter diesem Reiter! Dem Schüler diese Zielsetzung zu vermitteln, ist für Dietrich eine weitere Hauptaufgabe, die er stets zum Wohle der Pferde zu erfüllen versucht.

Dietrich beendete seine Dankesrede mit dem Wunsch, dass es ihm vergönnt ist, noch möglichst lange in diesem für ihn lebenserfüllenden Beruf tätig zu sein.